Diskussion über diese Post

Avatar von User
Avatar von Monika: 🌹Menschenfreundin

Wunderbar aufgeschlüsselt, ich danke dir sehr dafür!

Bitte mach trotzdem weiter, auch wenn ich dich mit meiner kleinen Pension nicht wirklich unterstützen kann, so möchte ich das doch emotional und mit meinen Gebeten für DICH und alle deine Lieben tun!

Wenn du in Not bist, wende dich an meine IMAGINÄRE GEBETS WERTKARTE 🙏🏼☺️🙏🏼 ich halte sie immer zu 100 Prozent aufgeladen durch die tägliche Hl Messe. Glaube mir, ich habe schon echte WUNDER erleben dürfen!

Sei gesegnet und behütet, lieber Florian 🙏🏼🥰🌻

Avatar von Claudia Shkatov

Lieber Florian Dimitri, ich liebe es, wenn Denken in Systemen, ausgeprägte Mustererkennung, zutiefst logische und hochintuitive Fähigkeiten zusammenkommen. So, wie in diesem Text. Ich habe ihn mit wachsender Neugierde und Freude gelesen. Er reduziert für mich Komplexität, ohne zu polarisieren und hinterlässt in mir mehr Ordnung, Struktur und Überblick. Und aus meiner Perspektive - als jemand, der sich seit Jahrzehnten mit den Themen Trennung und Verbundenheit in all unseren gesellschaftlichen Systemen, im Außen wie im Innen, und mit Beziehungen als ihre Grundlage und ihr Souverän, befasst - trägst du mit Deiner Arbeit zu einem größeren Bewusstsein von Verbundenheit und zu neuem Denken bei. Wir treffen uns sozusagen an dem Punkt, an dem Du Grunddynamiken und - strukturen hinter der Komplexität und unter den vielfältigen Schichten unserer menschlichen und systemischen Entwicklung sichtbar machst, und ich die jeweils dahinter stehenden Bewusstseinsebenen und Grundenergien aufschlüssele.

Du untersuchst die Bedingungen, unter denen Menschen ihre Orientierung verlieren. Ich untersuche die Bedingungen, unter denen wir unsere Orientierung wiederfinden. Und das Coole ist in meiner Erfahrung und Beobachtung, dass unter jeder Entwicklung, hinter jeder Fragestellung und hinter jeder Entscheidung von Menschen immer ein Wert liegt, der ALLEN heilig ist und von allen geschützt werden will. Sobald wir innerlich wach und frei genug in unserem Denken werden, um den Blick nicht mehr hauptsächlich auf Konflikt oder Problem, sondern auf diesen gemeinsamen Wert zu richten, kann er uns bewusst werden. An dieser Stelle endet jede Vorstellung von Trennung und Verbundenheit wird wieder wahrnehmbar. Ich mag total die Stelle im Text: "Was wir für «Realität» halten, ist eine Programmierung. Eine sehr mächtige, sehr alte, sehr tief verwurzelte Programmierung. Dennoch: nur eine Programmierung. Der Schlüssel liegt darin, die Schichten zu erkennen. Um zu sehen, was erlebt und was ererbt ist. Was gewählt und was aufgezwungen wurde."

Denn die wesentliche Fragestellung bei allem, was Du beschreibst, ist für mich: Welche unserer BEZIEHUNGS-Kulturen, - Systeme und -Strukturen über alle Zeiten basieren auf dem Bewusstsein von Verbundenheit, und welche auf einem Bewusstsein von Trennung? Und welche Bedingungen werden bewusst von denen, die führen, geschaffen, um entweder das eine oder das andere zu ermöglichen?

Das macht in meiner Erfahrung und Beobachtung den Unterschied in Bezug auf Segensreichtum oder unbeabsichtigte, in Kauf genommene oder bewusst produzierte Direkt- und Nebenwirkungen, die Gemeinschaften kreieren. Außerdem hat mich Dein George Orwell Zitat bewegt: "Der wirksamste Weg, Menschen zu vernichten, ist es, ihr Verständnis ihrer eigenen Geschichte zu leugnen und auszulöschen." In meinen Worten, und noch etwas umfassender gedacht, wäre das: Die wahre Macht, die jeder Mensch besitzt, ist seine Wahrnehmungsfähigkeit. Wer seine Wahrnehmungsfähigkeit abgibt, gibt seine Macht ab. Und damit dreht sich auch die Idee vom Big Brother. Nicht scheinbar allmächtige und unsichtbare Anführer und Systeme haben Macht über Menschen. Sondern unsere angeborene Fähigkeit, bewusst wahrzunehmen und zu unterscheiden, ob der sprichwörtliche Kaiser Kleider trägt oder nackt ist, ist machtvoll und souverän. Denn in einer Welt, in der alles Energie ist, sind unsere Gedanken, in diesem Zusammenhang unsere Gefühle und unser Fokus, die Kraft, die Welten erschafft.

Und noch etwas fällt mir beim Lesen auf: Verbundenes Denken denkt eher zyklisch als linear. Reichs Bild vom Spalier ist daher für mich zu linear. Aus einer zyklischen Perspektive auf alles, was Du beschreibst, ergibt sich in meinem Denken eine Entwicklungs- und Beziehungsgeschichte der Menschen, die ähnlich wie ein Baum, der in Ringen wächst, mit jedem Zyklus und jeder weiteren Schicht, die ein Baum hinterlässt, wenn er stirbt, und worauf dann einer neuer Baum wachsen kann, mehr Bewusstsein im Sinne von mehr Leben produziert.

Für mich ist unsere menschliche Geschichte daher alles andere, als eine Vernichtungsgeschichte. Es ist eine Wachstums- und Bewusstwerdungsgeschichte. Sie erzählt sich spiralförmig in immer höher wachsenden Kreisen. Sie hat tiefe Wurzeln und vielfältige, nährende Schichten. Und wir als Menschheit stehen womöglich gerade an dem Punkt, an dem wir als Baum wieder einmal sterben, und gleichzeitig als ein neuer aus der Humusschicht des alten durchbrechen. Freue mich auf mehr Deiner Worte. Und würde sehr gern auch mehr über Dich erfahren. Dimitri lässt slawische Verbindungen vermuten. Und auch Deine Art zu schreiben erinnert mich weniger an die Schweiz, als vielmehr und im besten Sinne an russische Traditionen. Teilst Du ein bisschen etwas über Dich und Deine Geschichte mit mir und uns? Herzlich, Claudia

2 weitere Kommentare …

Keine Posts

Sind Sie bereit für mehr?